Surviving Progress – Trailer

1.05.2012

Erinnert sich noch jemand an den Klimawandel? Kaum ein Jahrzehnt später scheint er nur eines von vielen Teilen eines noch größeren “Puzzles” zu sein, welches ein erschreckendes Gesamtbild zeigt. Diese Dokumentation widmet sich der Frage, wie sich neue Software (Unser Wissen, unsere Technologie) mit 50.000 Jahre alter Hardware (nämlich unserem Gehirn) vereinen lässt.


Er ist / war auf diversen Festivals zu sehen, sicherlich irgendwann auch als Leihangebot in Deutschland erhältlich oder schon jetzt in einem Internet deines Vertrauens.

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Userverfolgung im Mittelalter: Magie und Internet

28.02.2012

“Grundlage für die gegenüber dem Mittelalter deutlich verstärkte massenhafte Abmahnung in einigen Regionen war ein anderer Umgang mit dem Internet. Das dunkle Bild der Netzgemeinde des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Demokratie und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftatbeständen der Raubkopie und der Urheberrechtsverletzung als „Superverbrechen“ verfolgte.

Abmahnprozesse waren eine notwendige Folge eines magischen Weltbildes, das lange zuvor den Glauben an den Teufelszauber der Internetnutzer ebenso umfasste wie die Heiligkeit und wahrhafte Existenz des Geistigen Eigentum. Erst als einzelne Aspekte des Internetglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden, kam es zum Ende der massenhaften Verfolgung.
Ein Interesse an der Verfolgung von Internetnutzern beziehungsweise Deutungsmuster, die persönliches Unglück wie regionale Missernten und Krisen auf Internet zurückführten, war in breiten Bevölkerungskreisen der Urheberrechteinhaber vorhanden. Internetzensuren wurden teilweise aktiv wie auch gegen den Willen des Volkes eingefordert und praktiziert.

Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Parteienzugehörigkeit und Internetzensur liegt auf europäischer Ebene nicht vor.
Moderne Internetzensuren sind insbesondere in Afrika, Südostasien und Südamerika anzutreffen, versuche der Hexenverbrennung finden sich heute aber auch vermehrt in Europa und Nordamerika.”

vergleiche: Hexenverbrennung, Wikipedia.de

 

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Mehr Demokratisierung durch das Internet? 10+ Thesen für den #diskurs

8.02.2012

Mehr Demokratie durch das Internet? Das klingt vielversprechend, doch es ist ein Traum, der schon mit der Einführung des Buches / Radios / Fernsehens geträumt wird. Dabei geht es nicht um das Medium (das Internet ist übrigens kein Medium, sondern mehr ein Übertragungs), sondern es geht um die Bürger und die Politik.

Die Chance ist, dass sie durch das Internet näher zusammenrücken. Doch dazu müssen beide erstmal auf einer Augenhöhe sein und wieder miteinander reden und sich zuhören. Dieses Thema sprengt jede Debatte, jede Konferenz, jeden Essay und vor auch jeden Blogeintrag.

Doch damit sie sich nicht immer im Kreis dreht und man auch nicht auf jeder Konferenz bei Null beginnen muss, hier mal ein paar formulierte Thesen, die jeder für sich selbst überprüfen kann, indem er die Augen offen hält und aufmerksam beobachtet. Die Kommentare dürfen gerne für eine sachliche Diskussion genutzt werden, wenn sie diese Thesen ergänzen oder ihnen widersprechen können.

1. “Das Internet” (siehe Punkt 10) ist ein strukturgleiches Abbild der “offline” Welt. Meint: wer sich offline nicht / kaum informiert, tut das auch online nicht.
1a. Die Hürde wird zwar gesenkt, jedoch steht jeder umfassenden Recherche erstmal die eigene Faulhaut, das eigene Weltbild und die kognitive Dissonanz im Weg – von Katzenvideos ganz zu schweigen.

2. Die Politik ist noch nicht soweit, diese neue Art der Interaktion auch verarbeiten, geschweige denn verstehen zu können / wollen.

3.Das momentane Ziel der Poltik scheint eher, dass sie ihre Kommunikation auch auf diejenigen ausweiten möchte, die nicht mehr Tageszeitungen lesen, Radio hören, oder Fernseh schauen. Diese Kommunikation verläuft dabei einseitig, vom Politiker zum Bürger.

4. “Der Journalismus” versteht das Internet nicht besser als der normale Bürger und zeigt sich auch mit der ansteigenden Informationsflut [update] Auswahl und Filterung in der ansteigenden Fülle von Informationen [/update] überfordert. Echtzeitnachrichten ohne Einordnung und Hintergrundwissen sind Fast Food ohne Nährwert.

5. “Der Journalismus” als Gatekeeper muss mit Twitter und Facebook konkurrieren.

6. “Die Öffentlichkeit” fragmentiert sich immer weiter, der Journalismus verliert seine Deutungshoheit.

7. Aber: Acta, Sopa, Netzsperren, die Debatte um das Urheberrecht etc betreffen jeden Internetnutzer, also immer größer werdende Teile der Gesellschaft (siehe Punkt 1: Wer online ist, ist auch offline). Betroffene Internetnutzer sind Bürger.

7a. Über Facebook / ihren Freundeskreis werden sie so auf politische Themen aufmerksam gemacht, die sie a) selbst betreffen und gegen die sie b) selbst etwas unternehmen können, in dem sie sich zusammenschließen.

8. Die momentane Politik ist keine Politik für den Bürger, ihr fehlt es an Themen die a) die Bürger selbst betreffen und die nicht Firmen den Hof macht und b) nicht nur den Eindruck, sondern wieder die Erfahrung vermittelt, selbst etwas unternehmen und verändern zu können.

9. Wir sollten aufhören, generell und allgemein über “das Internet” zu diskutieren. Es gibt nicht “das Internet”. Die Erfahrung, im Internet zu sein bzw. ins Internet zu gehen ist individuell. Jedes Facebook sieht anders aus, jeder bekommt andere Dinge angezeigt und jeder hat andere Freunde, die wiederum anderes posten. Die Diskussion kann nicht mehr mit “man” geführt werden, sondern sollte immer darauf hinauslaufen, dass es sich um einen individuellen Eindruck handelt. Das Internet durchzieht unser Leben (siehe Punkt 1), und niemand käme auf die Idee, eigene, individuelle Erfahrung beim Einkaufen, im Urlaub, in einer Beziehung mit einem “man” zu formulieren: “Man hat Schluss gemacht”. “Im Internet posten alle über ihren Unistress”, nein, es sind nicht alle, es sind deine Freunde.

10. Wir sollten aufhören, Diskussionen über “das Internet” (siehe Punkt 9) in der Kategorie “gut” oder “schlecht” zu führen und sie nicht immer normativen Wertungen verbinden. Eine Veränderung, die zB. ein Nachrichtenaggregator wie http://rivva.de mit sich bringt, ist nicht per se gut oder schlecht, sie ist erstmal neu.

11. Der Journalismus boulevardisiert sich immer mehr, [update] der Fokus rückt schwerpunktmäßig vom politisch inhaltlichen hin zum Privatlebens eines Politikers. [/update ende, danke an j.k]
11a. Spiegelonline
11b. Grund dafür könnte Punkt 1 sein: mit leichter verdaulichen Informationen werden mehr Leute erreicht, also auch die, die sich sonst kaum dem “Nachrichten”konsum widmen. Der Journalismus braucht Klickzahlen, um sich über Werbung finanzieren zu können. Unaufgeregte und sachliche Artikel brauchen mehr Zeit und Recherche, bekommen aber weniger Klicks bzw. werden weniger häufig im Netz geteilt.
(11.c Artikel werden mit Meinung unterfüttert bzw. sind wertend und weniger mit harten Fakten belegt.)

12. Ein Versuch, Medienkompetenz (oder sowas) zu definieren: die Fähigkeiten, technisches und allgemeines Hintergrundwissen zum Internet, Computern, Medien und Journalismus mit allgemeinen Regeln und Verhaltensweisen in Bezug auf Öffentlichkeit, soziale Erwünschtheit und Normen situationsbedingt anzuwenden und dabei den gesunden Menschenverstand nicht außer Acht zu lassen. Ein Internet-Sehpferden oder -Führerschein muss mehr sein als bloßes Regelwerk, an dem sich blind orientiert wird. (Niemand käme auf die Idee, einen “Lebens-Führerschein” auszustellen, wenn jemand die 10 Gebote auswendig kann.)

13.folgt. :)

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“Scheisse, schon wieder was Neues” – Fortschritt im Internet in 7 Punkten

11.01.2012

1. Es verändert sich etwas: es ist neu / nicht mehr so, wie das Alte
2. Es kommt von Facebook / Google
3. Man versteht es nicht
4. Es ist scheisse
5. Man bekommt das Alte nicht mehr zurück
6. Man vergisst, wie es früher war und findet sich damit ab
7. Es verändert sich etwas…

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*kleingedruckt Jahresrückblick 2011 – Teil 2

7.01.2012

PODCAST. Es geht weiter mit dem ultimativen Rückblick mit Philipp und mir. Wir lassen das Jahr 2011 aus unserer Sicht Revue passieren und schauen natürlich auch in Richtung 2012 und Weltuntergang.

Teil 2 mit einer nackten Scarlett Johanson, unseren musikalischen Highlights, Simfy, iTunes Match, viel nerdischem Technikkram und Facebook!
80 Minuten lang, AAC-Datei mit Kapitelmarken für iTunes, iPod und iPhone oder den Podcatcher eurer Wahl! Fortsetzung folgt!

Der Ton hallt leider etwas, das wird aber im dritten Teil wieder besser ;)

Teil 2 anhören:

Dauer (1:20 h)

Download
Download AAC (30 MB – “enhanced”)

Die Folge ist außerdem im Podcast-Feed und in iTunes erhältlich.

Links aus dem Podcast findet ihr direkt in den Kapiteln.

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Ein Smartphone ist nur so smart wie sein Besitzer.

4.01.2012

Ich kann euch nicht sagen, was ich “falsch” gemacht habe, aber in meinem Freundeskreis hat noch immer kaum jemand ein Smartphone. Die aktuelle Verbreitung dieser Geräte liegt, laut einer Studie momentan erst bei 30%.

Der Normalverbraucher steht zudem erstmal vor einer großen Hürde: er muss sich für ein Gerät entscheiden.
Wer Apple aus Überzeugung nicht mag und auch sonst von Computer nichts versteht, “straft” sich gerne mal selbst mit einem Android ab;
wer die Farbe weiß mag, kauft sich wegen des Designs vermutlich ein iPhone.

Dank der unermüdlichen Berichterstattung der Qualitätsmedien spielen auch Apples AppStore-Politik, Steve Jobs, die “generelle Angreifbarkeit jeglicher Smartphones”, das Wetter oder die gefühlte Übermacht eines Gerätes von einem bestimmten Hersteller eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Ich unterstelle mal, dass diese dann eher emotional ausfällt.

Etwas rationaler, aber deshalb nicht automatisch sinnvoller, ist die Wahl nach dem günstigsten Preis. Verträge gelten als böse und überteuert, deshalb halten manche Smartphonekäufer es für klüger, sich für 650 oder mehr Euro ein Gerät (zB ein iPhone) ohne Vertrag zu holen und dazu einen Tarif für 20 Euro abzuschließen (die Rechnung: 650€ + 24x 20 € = 1130€). Auf zwei Jahren gesehen hat man so knapp 150€ gespart (zB: 300 + 40+24 = 1260€), kommt sich schlau vor und darf sich zudem über die schlechte Netzabdeckung des Billigproviders ärgern.

Vielleicht hat man aber auch auf so eine Internetflat verzichtet. Was ich sagen will: ein (gutes) Smartphone kostet gutes Geld und wer an der falschen Ecke spart, braucht sich eigentlich auch keines anschaffen. Eine Internetflat ist bei diesen Geräten ohnehin Pflicht.

Und ein Gerät, dass man zwei Jahre lang täglich bedienen und anschauen soll, sollte eigentlich nichts geringeres sein als das aktuellste und beste Smartphone auf dem Markt. Denn in zwei Jahren ist es ohnehin veraltet – warum sich also von Anfang ein Gerät kaufen, mit dem man sich nach einer Woche schon herumärgern muss?

Doch selbst wenn all meine Freunde jetzt plötzlich eines hätten, wüssten viele wohl erstmal gar nicht, was man damit überhaupt alles anstellen könnte – von Facebook und Angry Birds einmal abgesehen.

Denn nicht jeder, der ein Smartphone hat, fängt plötzlich an, zu twittern. Oder beginnt, seine Kontaktdaten und Kalenderdaten zu synchronisieren, sich einen Email-Account mit IMAP einzurichten oder gar Online-Banking zu nutzen.

Der Smartphone-Neuling fühlt sich vermutlich einfach dazugehörig, scheint mit diesem Smartphone auf der Höhe der Zeit angekommen und darf endlich ab sofort auch darüber jammern, vollends und dauerhaft erreichbar zu sein – per Telefon und SMS.
Und er kann sich darüber beschweren, dass dieses Gerät dafür auch noch unverschämt teuer war und das nur, weil es bspw. von Apple kommt, aber auch nicht mehr tut, als andere Geräte.

Und er schließt von sich auf andere, unterstellt ihnen die gleichen unbedarften Nutzungsmotive und versteht irgendwie diese moderne Welt noch immer nicht.

Deshalb: wenn du nicht weißt, was du mit einem Smartphone sollst, dann kauf dir besser keins. Falls du es doch tust, dann schau es dir doch mal genauer an, informiere dich, welche Anwendungsfälle es gibt und welche dir vielleicht das Leben erleichtern können. Aber tu nicht so, als könnte das Gerät das nicht.

Du musst ja nicht gleich dein komplettes Leben darauf managen, aber möglich wäre es damit. Oh: und bitte leg dir davon ein Backup an. Das können die Geräte nämlich auch.

Ein Smartphone ist eben nur so smart wie sein Besitzer.

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*kleingedruckt Jahresrückblick 2011 – Teil 1

3.01.2012

PODCAST. Der ultimative Rückblick mit Philipp und mir. Wir lassen das Jahr 2011 aus unserer Sicht Revue passieren und schauen natürlich auch in Richtung 2012 und Weltuntergang.

Teil 1 mit (toten) Persönlichkeiten, eingehaltenen Vorsätzen, politischem Stammtischgebrabbel und wir reden über Film-Highlights und solche, die es nicht geworden sind! 95 Minuten lang, AAC-Datei mit Kapitelmarken für iTunes, iPod und iPhone! Fortsetzung folgt!

 

Teil 1 anhören:

Dauer (1:35 h)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download
Download AAC (40 – “enhanced”)

Die Folge ist bereits im Podcast-Feed und in iTunes erhältlich.

Links aus dem Podcast:

Filme:
Geständnisse – Filmkritik auf widf
Planet der Affen – Prevolution – Filmkritik auf widf

Hörtipps:
Alternativlos

Weltuntergangsbegattung
Ich habe es schon angedeutet – die Macher der Axe-Werbung hatten wohl einen ähnlichen Gedanken.

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